Prosodische Variationen der gleichen Ausdrücke und ihre InterpretationReportar como inadecuado




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* Corresponding author 1 Faculty of Letters 2 LPL - Laboratoire Parole et Langage 3 Faculty of Pedagogy

Résumé : Für die Realisierung von Sprechhandlungen spielen lexikalische Informationen eine entscheidende Rolle. Jedoch darf die prosodische Seite der Ausdrücke nicht gering geachtet werden, denn die gleichen Ausdrücke können je nach Aussprache unterschiedliche konnotative Bedeutungen haben. Im Japanischen wird häufig darauf hingewiesen, dass die Intonation insbesondere am Ende der Äußerungen die Absicht bzw. Haltung des Sprechers wiederspiegelt. Um sie richtig zu verstehen, wird von den Japanischlernenden gefordert, bestimmte physikalische Veränderungen, wie z.B. Tonhöhe oder Dauer, richtig wahrzunehmen und dem gegebenen Kontext entsprechend zu interpretieren. Im Bereich des Japanischen als Fremdsprache wird die Intonation im Unterricht teilweise „intuitiv- behandelt, ohne die genaue Wahrnehmungstendenz der Lernenden zu berücksichtigen, weil sie auch in der Forschung noch ungeklärt ist. In Bezug auf die Wahrnehmung des Wortakzents wurde die Tendenz der Interferenz von der Muttersprache bereits aufgrund empirischer Untersuchungen festgestellt und ausführlich beschrieben (Ayusawa & Nishinuma 1997 u.a.) *.Im Rahmen dieses Beitrags wird die Interferenz der Muttersprache bei Wahrnehmung der Intonation und des Rhythmus der Äußerungen behandelt. Analysiert werden hier die Daten von insgesamt 90 deutschen und japanischen Muttersprachlern. Jeder Teilnehmer antwortete auf 320 Fragen nach der Prosodie, nämlich die Tonhöhe und die Dauer. Die Daten werden statistisch analysiert und unter kontrastiven Gesichtspunkten diskutiert. Dabei werden auch die Ergebnisse von Umfragen berücksichtigt, die anschließend an die Untersuchungen durchgeführt wurde. Es wurde von den japanischen Muttersprachlern erwähnt, dass akustische Variationen der gleichen Ausdrücke bei ihnen unterschiedliche Eindrücke hervorriefen, womit sie auf die zusätzlichen Konnotationen verwiesen.

Abstract : This study which supports the claim of a prosodic interference between L1 and L2, examines the perception of Japanese rhythm and intonation by German students. Four sentences recorded by 10 female Japanese speakers were presented 4 times through headsets to 45 Japanese and to 42 German students. Listeners were asked to determine whether the last syllable (1) had a rising or a falling intonation and (2) was short or long. Variance analysis reveals (1) a significant difference between the Germman and Japanese subjects in the perception of melodic and rhythm variations ; (2) that some infra-liminal F0 variations were judged differently by the German subjects, possibly due to interactions between sentence types and speech sounds.

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keyword : Prosodische Varianten Perzeptionstransfer Tonhoehe Dauer Deutsch Japanisch

Keywords : German Japanese prosody Perception of intonation and rhythm





Autor: Akiko Hayashi - Yukihiro Nishinuma - Hiroko Yabe -

Fuente: https://hal.archives-ouvertes.fr/



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